Mit einem Füllstandssensor erfassen Sie den Füllstand eines Mediums in einem Behälter wie einem Prozess- oder Lagertank, einem Silo oder einem offenen Gerinne. Messbar sind damit Medien wie Flüssigkeiten, Schüttgüter oder – in flüssigem Zustand – auch Gas. Füllstandsschalter wiederum erkennen, ob ein vorab definierter Füllstand erreicht wurde und geben dann ein Schaltsignal aus.
Mit Bürkert Füllstandssensoren und -schaltern lassen sich industrielle Prozesse in verschiedenen Branchen ebenso präzise und sicher überwachen, steuern und automatisieren wie Abläufe in der Versorgungs- und Umwelttechnik. Welcher Sensor für Ihre Anwendung der Richtige ist, ergibt sich aus dem Medium, der Einbauumgebung und der Anforderung an die Messgenauigkeit.
Kontinuierliche Füllstandsmessung: Bei der kontinuierlichen Messung wird der Füllstand eines Mediums permanent gemessen und überwacht. Diese Messart wird vor allem in industriellen Behältern, wie zum Beispiel Prozess- und Lagertanks, Silos oder offenen Gerinnen verwendet.
Grenzstandserfassung: Bei der Grenzstandserfassung wird ein vordefinierter Grenzwert überwacht. Wird die Füllhöhe des Grenzwertes erreicht, wird ein Signal übermittelt und eine Aktion ausgeführt (z.B. Pumpe abgeschaltet, Ventil geöffnet). Somit können beispielsweise die Überfüllung von Tanks vermieden, Nachfüllprozesse angestoßen oder Pumpen vor dem Trockenlauf geschützt werden.
In unserem Portfolio finden Sie Messgeräte für beide Varianten. Darunter Level Sensoren für verschiedenste Anwendungen, die spezielle Medieneigenschaften berücksichtigen und sich auch für besondere hygienische Anforderungen eignen. Bürkert Sensoren für Füllstandsmessung sind außerdem verschleißfrei, wenig anfällig für Störungen und zeichnen sich durch äußerste Robustheit aus. Diese Zuverlässigkeit trägt zur Sicherheit Ihrer Prozesse bei und ist wichtiger Bestandteil Ihres Fluidik-Regelkreises. Mit weiteren Elementen wie Ventilen und Durchflussmessern entstehen komplette Füllstandsregelsysteme, mit denen Sie Ihre Fluide intelligent messen, steuern und regeln.
Die permanente Füllstandsmessung sichert in vielen industriellen Prozessen neben reibungslosen Abläufen auch eine gleichbleibend hohe Qualität. Mit Level Sensoren lassen sich Füllstände von Wirk- und Hilfsstoffen in der chemisch-pharmazeutischen Produktion und von Rohstoffen und Zutaten in der Lebensmittelindustrie und Getränkeproduktion durchgehend überwachen. Funktioniert ein Füllstandssensor berührungslos, sind auch strengste hygienische Vorschriften erfüllbar.
Wasserversorgern liefert die kontinuierliche Pegelmessung Echtzeitdaten, die eine automatisierte, optimale Steuerung von Förderpumpen ermöglichen. Auch im Hochwasserschutz und der Wasserversorgung übernehmen Füllstandsmesser wichtige Aufgaben, indem sie konstant den Wasserfüllstand messen und dokumentieren. Bürkert Füllstandssensoren für die kontinuierliche Messung nutzen vorwiegend Radar-, manchmal auch Ultraschalltechnik.
Wie erfassen Radar Messgeräte den Füllstand? Die Antenne eines Füllstandsmessung Sensors sendet Radarimpulse aus, die vom Medium reflektiert und von der Antenne als Echo wieder empfangen werden. Anhand der Dauer zwischen dem Aussenden und der Rückkehr des Signals lässt sich die Höhe des Füllstandes errechnen. Ein Radarsensor misst – im Unterschied zum Ultraschall Sensor – den Füllstand auch bei extremen Prozessbedingungen sehr genau. Dies liegt an den hochfrequenten Wellen im GHz-Bereich (höherfrequent als Ultraschall), die Dampf und Staub durchdringen und auch von Druckänderungen oder mechanischen Einflüssen, wie etwa umlaufenden Rührwerken, nicht beeinträchtigt werden.
+ Sehr genaue Messwerte
+ Ideal für Anwendungen mit aggressiven Medien oder dynamischen Prozessbedingungen, wie zum Beispiel Dichteschwankungen
+ Verschiedene Anschlusstypen und -größen für eine Vielzahl von Anwendungen
Messgeräte mit geführtem Radar liefern stabilere Ergebnisse als Radarmessungen ohne Führung und werden deshalb typischerweise dort eingesetzt, wo sonst Störungen beim Messvorgang auftreten könnten.
So kann beispielsweise Schaumbildung Messresultate verfälschen – die Sonde wird dann an einer Stelle platziert, wo gute Messbedingungen herrschen. Auch in größeren Behältern oder wenn es darum geht, verschiedene Schichten von Medien in einem Tank zu messen, ist ein Füllstandssensor mit geführtem Radar eine gute Wahl. Zu beachten ist: Befindet sich im Behälter ein Rührwerk, kann die Stange stören, dann ist ein Radar ohne Führung eventuell die bessere Wahl.
Die Ultraschall Füllstandsmessung zeigt sich störungsanfälliger und kann daher, je nach Prozessbedingungen, ungenauere Ergebnisse liefern. Temperaturschwankungen, Staub, Nebel oder Dampf gehören zu den Einflüssen, auf die ein Ultraschall Füllstandssensor empfindlich reagiert. Er eignet sich daher weniger für den Einsatz in heißen oder staubigen Behältnissen. Auch bei der Reichweite ist Radar zuverlässiger, denn bei Messdistanzen über 10 Metern nimmt die Messgenauigkeit der Ultraschall Niveaumessung ab.
Niveausensoren für die Grenzstanderfassung messen definierte Füllstände in Prozesstanks, Lagertanks, Silos oder Rohrleitungen. Dabei können minimale oder maximale Niveaus festgelegt werden und die Füllstandssensoren geben ein Schaltsignal aus, sobald diese Füllhöhe erreicht wird.
Mindestgrenzen werden zum Beispiel bei Sirupbehältern in der Getränkeproduktion definiert. So lässt sich sicherstellen, dass die Produktion gestoppt bzw. eine Nachfüllung veranlasst wird, wenn ein Sirupbehälter den Mindestfüllstand erreicht. Höchststände legt man etwa bei einem Getreidesilo in der Landwirtschaft fest, um ein Überlaufen zu verhindern. Ist das Silo nahezu gefüllt, erkennt der Füllstandssensor den Grenzwert und reagiert, indem die weitere Zufuhr angehalten wird.
Füllstandssensoren, die bei Grenzständen eine Schaltfunktion aktivieren, arbeiten – je nach Medium – mit dem Schwinggabel- oder Schwimmer-Prinzip.
+ Schwinggabel-Füllstandschalter sind günstig und einfach zu installieren
+ Geeignet für viele Anwendungsbereiche, wie z. B. bei aggressiven Medien
+ Misst auch bei Turbulenzen, Luftblasen, Schaumbildung, Anhaftungen, Fremdvibrationen und wechselndem Füllgut zuverlässig
+ Sind häufig auch für explosionsgefährdete Bereiche zertifiziert (ATEX)
Bitte beachten: Die Schwinggabel muss schwingen können – daher funktioniert diese Art der Füllstandsmessung nur in Medien mit einem entsprechenden Dichtebereich.
Mit der Schwinggabel misst ein Füllstandssensor Flüssigkeiten, Pulver und Schüttgüter und eignet sich daher für die Füllstandskontrolle in einem breiten Einsatzgebiet. Dazu gehören zum Beispiel:
Bei Bürkert finden Sie Vibrationsfüllstandschalter mit diversen Eignungsprofilen für nahezu jede Anwendung.
+ Kostengünstige Lösung, einfach installierbar
+ Die Dichte des Mediums muss nicht berücksichtigt werden – im Gegensatz zur Schwinggabel
+ Einflüsse von Druck, Temperatur, Leitfähigkeit oder Blasen- bzw. Schaumbildung beeinträchtigen Messergebnisse nicht
Immer wenn eine einfache und günstige Lösung zum Füllstand messen von Flüssigkeiten gesucht wird, bieten sich Schwimmerschalter an. Sie werden daher in der Wasserversorgung und Abwassertechnik ebenso verwendet wie in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, der Energietechnik und im Chemie- und Pharmabereich. In unserem Angebot finden Sie Schwimmerschalter sowohl für neutrale als auch für aggressive Flüssigkeiten.
Bürkert bietet optimale Lösungen für viele Anwendungen in Industrie und Versorgung. Da wir ein großes Spektrum verschiedener Messprinzipien abdecken, finden Sie auch für Ihre Anforderung den passenden Level Sensor. Verlassen Sie sich darauf, dass die eingesetzten Materialien höchste Anforderungen erfüllen und bestmöglich in bestehende Systeme integrierbar sind.